Radio Slave lässt Dampf ab und die Techno-Szene bekommt ihr Fett weg


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Rekids-Macher Radio Slave ist sauer. So sauer, dass der Brite kurz nach Silvester zum Rundumschlag ansetzt. Zu spüren bekommt es die gesamte Techno-Szene. In sieben Punkten knöpft sich Matt Edwards alias Radio Slave verschiedene Themen vor und stellt eine „Anleitung“ zusammen, die helfen soll, in der heutigen digitalen Zeit professioneller DJ zu werden. Punkt 1: Sicherstellen, dass man ein wirklich guter Lügner ist. Das sei zwingend notwendig und es habe keinen Sinn weiterzumachen, wenn man nicht lügen könne, findet der britische Musiker. Wichtig sei ein Umzug nach Berlin und das Anfreunden mit einflussreichen DJs, Club-Promotern oder Plattenladenbesitzern. „Es ist nicht entscheidend, was du weißt, es ist entscheidend, wen du kennst“, so Edwards. Durch die neuen Freunde sollte man sich am besten einen Underground-Ghost-Produzenten suchen. Vorher müsse man natürlich sicherstellen, dass man dem Produzenten genügend Geld zahlt, damit er er die Klappe halte oder eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichne. Eine echte Kernaussage folgt als nächstes: Es sei nicht wichtig, Deejayen zu können, um DJ zu sein. Ausserdem solle man immer größerer denken: Immer zum größere Plattenlabel oder zur besseren PR-Agentur wechseln. Und ganz wichtig: „Du zeichnest die Konfetti-Momente deiner Gigs auf, und jeder denkt, du bist cool.“