Ein melancholisches Feeling mit dunklen Nuancen – die „Arcadia“ EP von Felix Cage


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Felix Cage hat mit „Arcadia“ eine neue Dancefloor-Romanze kreiert. Der Musiker kombiniert einen Kontrast zwischen lauernden Synthmelodien und erhebenden Housesound und mischt alles mit einem Hauch von Ethno-Percussions und hypnotischem Gesang zusammen. Erschienen sind die Stücke auf Electronical Reeds. Erhältlich sind beide Werke seit dem 8. Dezember 2017 via Beatport.

trndmsk: Wann und warum hast du dein erstes DJ-Equipment gekauft?

Felix Cage: In den frühen 2000er Jahren ging ich oft in einen Club namens Cherry Moon hier in Belgien. An einem der Wochenenden, nach einem Besuch im Club, gingen wir zusammen mit einem Freund von mir eine Straße im Zentrum von Brüssel entlang, als ich an einem Geschäft vorbeiging, hörte ich eine Melodie, die mir im Club sehr gut gefiel. Wir kamen in den Laden und es stellte sich heraus, dass es sich um einen Plattenladen handelte. Wir verbrachten dort mehrere Stunden damit, Musik zu hören, wir gingen erst, als der Laden schloss. Und ich habe es geschafft, einige Stücke zu finden, die meine Favoriten aus dem Club waren. Super aufgeregt kam ich nach Hause zurück, nur um zu merken, dass ich sie nicht spielen konnte, weil ich keine Plattenspieler hatte. So natürlich war das mein nächster Kauf ein oder zwei Tage später.

Wie bist Du mit Katermukke verbunden?

Zusammen mit Sascha Cawa schrieben wir „Mirage“ auf „His Kater’s Voice“, das war die 100ste Veröffentlichung des Labels. Und wir haben zusammen ein paar neue Tracks in der Pipeline. O.D.Math und ich haben Anfang des Jahres auch einen Remix für Jan Mir auf Mukke gemacht.

Wie bist Du auf die Idee für die neueste EP, „Arcadia“ auf Electronical Reeds, gekommen?

Die EP „Arcadia“ nimmt Bezug auf das Universum von Captain Harlock und insbesondere auf den Anime-Film „Arcadia of My Youth“, der die Herkunft des Hauptprotagonisten darstellt (man beachte, dass Arcadia auch das Schiff von Captain Harlock war). Die beiden Tracks der „Arcadia“-EP teilen ein wenig melancholisches Feeling mit einigen dunkleren Nuancen, die sich durch die Tracks ziehen, von denen ich dachte, dass sie für dieses Universum gut geeignet sind. Ein Zitat Goethes trifft genau auf das Thema zu: “ At the end of their lives, all men look back and think that their youth was arcadia „, wobei arcadia das Synonym für Utopie ist.

Wann und woher weißt du, dass ein Track wie Creature endlich bereit für die Dancefloors ist?

Aus Erfahrung und einfach nur aus dem persönlichen Gefühl heraus, „will I dance to this“, weiß man, wann man fertig ist. Aber um sicher zu gehen, teste ich meine Tracks gerne in Clubs, bevor sie überhaupt gesigned sind. Ich muss sagen, dass es eine ziemliche klare Reaktion war, als ich das erste Mal „Creature“ gespielt habe, also war das definitiv ein Zeichen dafür, dass es fertig war.

Was steht noch so an bei dir?

Ich bin sehr beschäftigt im Studio und arbeite an 4 EPs und ein paar Remixes. Eine EP wird auf Electronical Reeds erscheinen. Mehr will ich noch nicht verraten. Neue Kollaborationen sind ebenfalls in Vorbereitung und ich hatte Gedanken über ein Album, an dem ich vielleicht früher als erwartet arbeiten werde. Ich bin sehr aufgeregt, aber es ist eine Menge Druck, da die Erwartungen hoch sind, besonders die, die von mir selbst.

Was machst Du am Jahreswechsel?

Zum NYE werde ich zusammen mit O.D.Math bei einem Electronical Reeds Label Showcase spielen, das von unseren Freunden von der Ketaloco Crew in Brüssel veranstaltet wird. Gibt es einen besseren Weg, um ein neues Jahr zu feiern?

Tracklist:

01. Felix Cage – Arcadia
02. Felix Cage – Creature